Restaurant Gandria – Abschalten und geniessen.

11. Juli 2010


Setting
Das Seefeld hat verschiedene Facetten. Ein Spektrum deckt das Restaurant Toto ab, die Sushi-Bar Yooji’s oder das Iroquois, alle an der Trendmeile bei der Höschgasse. Hier geht man hin um zu sehen und natürlich auch gesehen zu werden. Und dann gibt es die ruhigeren Ecken in diesem schönen Quartier. An einer solchen ruhigen Ecke befindet sich das Restaurant Gandria. Im Sommer mit einer Terrasse auf dem Trottoire, innen ein gemütlicher Raum mit weiss gedeckten Tischen. Klein und intim.

Karte
Hauptsächlich italienische Speisen. Vom Vitello Tonnato über das Rindsfilet bis hin zu Pasta und wunderbaren Dessert-Kreationen. Spannende Weinkarte.

Bedienung
Wieder mal ein Restaurant, wo wir ein richtiges Wow-Erlebnis hatten. Die Bedienung war äussersts zuvorkommend, erschfrischend freundlich und dazu noch top kompetent. Eine Wohltat!

Preise
Zürich-Niveau. Wir hatten zu zweit 1 x Campari Soda, 2 x San Pellegrino, 1 Flasche Bricco, 1 x Vorspeise (Salat mit Ziegenkäse), 2 x sizilianisches Rindsfilet, 2 x Dessert und 3 x Espresso = 244.50 Franken.

Harrys Tipp
Ein richtiger Geheimtipp für ein entspanntes Essen in ruhiger und intimer Atmosphäre. Und beim Verlassen des Lokals sagt man ihnen noch den Namen. Wo sonst gibt es heute noch so was?

Noch etwas zum Dessert: Wir hatten “kein Dessert”. Wie man uns erklärte, ist das “kein Dessert” für alle, die eigentlich kein Dessert möchten aber doch mit dem Gedanken spielen, eines zu nehmen, sich aber nicht auf etwas bestimmtes festlegen können. Mein “kein Dessert” war sehr schön angerichtet und bestand aus einem kleinen Stücken Schockoladenkuchen, einer kleinen Kugel Sorbet und ganz wenig Panna Cotta.

Adresse
Restaurant Gandria
Rudolfstrasse 6
8008 Zürich
Tel. 044 422 72 42
www.restaurant-gandria.ch


Ristorante Strozzi’s im Seefeld – Enttäuschung am Samstag Abend.

23. Mai 2010

Setting
Am äussersten Ende des Seefelds, ein paar Schritte von der Brasserie Seefeld und einige wenige mehr von der Blauen Ente entfernt, befindet sich das Ristorante Strozzi’s im Seefeld. Die moderne Innenarchitektur gefällt sehr gut und ist durchdacht. Der freistehende Pizzaofen in Form eines Kubus teilt das Restaurant in zwei Teile: Auf der einen Seite eine Bar und einige Tische für ein Essen im lockeren Rahmen, auf der anderen ein grosser, schöner Raum mit etwa zwanzig Tischen. Die in einem Regal an der Wand ausgestellten Weinflaschen erzeugen eine warme Atmosphäre.

Zur gleichen Gastronomie-Unternehmung gehört übrigens auch das Strozzi’s beim Fraumünster, das wir hier bereits besprochen haben. Hier geht’s zur Kritik.

Karte
Von Pasta über Fisch, Fleisch und Pizza wird das ganze Spektrum der einfachen, italienischen Küche abgedeckt. Dazu eine schöne Auswahl an italienischen Weinen.

Bedienung
Ein ärgerliches Trauerspiel. Das Strozzi’s Personal hat es tatsächlich geschafft, uns richtiggehend zu verärgern. Das Restaurant war am Samstag Abend leer. Im grossen Raum mit den zwanzig Tischen waren wir zwei die einzigen Gäste. An jenem Abend lief das Champions-League Spiel Bayern München – Inter Mailand. Und da stand nun das gesamte Personal und schaute Fussball und gab uns so zu verstehen, dass wir hier stören. Auf unsere Bitte, wenigstens die Lautstärke etwas gegen unten anzupassen, bekamen wir von einem Mitarbeiter einen schnodrigen Kommentar zu hören. Widerwillig machte er das Gerät dann aber doch ein wenig leiser.

Selten haben wir eine solch offene Gastfeindschaft erlebt.

Der einen Angestellten war das Verhalten ihrer Kollegen dann doch etwas unangenehm, worauf sie uns den Espresso offerierte und uns beim Verlassen des Lokals freundlich die Türe öffnete.

Preis
Die gebotene (vorallem die Service-) Leistung ist den Preis nicht wert. Zu zweit hatten wir 2 Stangen, 2 x Vorspeisen-Salate, 2 x Pasta, 1 Flasche Rocca Rubia und 2 x Grappa = 202 Franken.

Harrys Tipp
Das Ristorante Strozzi’s im Seefeld können wir leider nicht empfehlen. Auch wenn das Essen so schlecht nicht war. Bei der miserablen Servicekultur, wie wir sie angetroffen haben, ärgert man sich über jeden Franken, den man dort ausgibt.

Adresse
Ristorante Strozzi’s
Seefeldstrasse 214
8008 Zürich
Tel. 043 488 66 25
www.strozzis.ch


Ristorante Hornbächli Riviera – Mangiare con gioia.

19. April 2010

Setting
Eine kleine Italo-Beiz ganz am Ende des Seefeldes gleich bei der AMAG Riesbach. Sehr unscheinbar. Und wenn einem niemand etwas von den Qualitäten des Ristorante Hornbächli Riviera erzählt, kaum einer würde seinen Fuss in dieses Restaurant setzen. Die Fassade ist ein bisschen verwildert und lädt auf den ersten Blick nicht wirklich zum Eintreten ein. Hat man den Schritt dann aber gewagt, erwartet einen eine hübsche Überrraschung. Eine schöne, einfache Gaststube. Grüner Farbton dominiert. Und wenn man dann noch von der netten Mamma begrüsst wird merkt man gleich: Das ist ein spezieller Ort.

Karte
Einfache und authentische italienische Küche. Schöne Wein in der Flasche wie auch im Offenausschank.

Bedienung
Sehr familiär und sehr italienisch. Ein schönes Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst, wenn man sich noch auf einen Schwatz mit der Mamma einlässt, die übrigens aus der Gegend von Rom stammt.

Preis
Im Zürcher Vergleich sicher eines der günstigeren Restaurants. Wobei man auch hier, wie überall, mehr liegen lassen kann. Wir hatten zu zweit 1 x Fenchelsalat, 1 x Nüsslisalat (jeweils mit tollen fritierten Oliven mit Fleisch gefüllt, sogenannte Olive all’Ascolana), 1 x Läberli, 1 x Kotelette, 5 dl. roter Hauswein, 2 x Espresso = 173.40 Franken.

Harrys Tipp
Ein tolles Restaurant für einen casual Abend. Einfach etwas gutes essen und dazu was schönes trinken. Ohne viel drum herum. So etwas habe ich schon lange gesucht.

Adresse
Ristorante Hornbächli Riviera
Dufourstrasse 161
8008 Zürich
Tel. 044 422 04 26
kein Internet


Ristorante Totò – Der Nobel-Italiener bei der Höschgasse

26. Januar 2010

Setting
Das Totò befindet sich gleich bei der Tramstation Höschgasse, mitten im Reich des Gastrounternehmens Höschgass Gastro. Denn im Umkreis von 100 Metern gehört hier alles diesem Unternehmen. Vom Yooji’s (japanisches Restaurant) über das Iroquois (Tex-Mex Restaurant) oder die Fred Perry Boutique (Kleider) und das Kahoona (ebenfalls Kleider).

Auch das Totò, eine Art Nobel-Italiener, gehört dazu. Eine grosse U-förmige Bar begrüsst einen gleich beim Eingang. Hier trifft sich Tout-Seefeld zum Aperitivo. Drei Treppenstufen höher, im hinteren Teil des schlauchartigen Raumes, ist das Restaurant untergebracht. Modern, mit gewissen Art Déco Elementen gemischt, kommt das Totò gut an.

Karte
Italienisch durch und durch. Pizza aus dem Steinofen, Pasta, Fleisch und Fisch. Und dazu eine spannende Weinkarte.

Bedienung
Uff… unaufmerksam und äusserst lustlos. Enttäuschend.

Preis
Für die gebotene Leistung komplett überrissen. Wir hatten zu dritt 2 x Bier, 2 x Panache, 1 x Wasser, 1 x Pasta (29.50 Franken!), 1 x Pizza Tandoori (27 Franken!), 1 x Pizza Tonno (26 Franken!), 3 x Ristretto = 167.90 Franken.

Harrys Tipp
Wem Preis-Leistung egal ist, aber Wert auf Location, Leute und ein schönes Restaurant legt, der wird hier beide Augen zudrücken.

Adresse
Bar & Ristorante Totò
Seefeldstrasse 124
8008 Zürich
Tel. 076 443 00 80
www.ristorante-toto.ch


Bimi – Das japanische Restaurant jenseits von Sushi und Sashimi

2. Dezember 2009

Setting
Das Bimi ist kein japanisches Restaurant, wie wir es normalerweise in der Schweiz kennen . Es ist vielmehr ein puristisches, schnörkelloses japanisches Restaurant, wie es auch in Tokio stehen könnte. Der beste Beweis dafür sind seine Gäste; eine bunte Mischung aus Liebhabern der japanischen Küche, Sake-Trinker, weltoffene Zürcher und natürlich, und das ist besonders bemerkenswert, eine grosse Anzahl von Japanern.

Karte
Irgendwie exotisch – irgendwie vertraut… auf jeden Fall spannend. Es braucht einige Zeit, sich durch die einzelnen Speisen zu lesen und sich zu orientieren. Nebst den bekannte Sushis, Tempura und Suppen zur Vorspeise sind vor allem die Steamboats (Topfgerichte) eine originelle Alternative zu den Reis- und Nudelngerichten. Für Anfänger gibt es fix zusammengestellte Menues.

Wir haben uns für das Menu 1 mit 4 Gängen entschieden. Als Hauptgang haben wir Shabu Shabu gewählt – eine Art japanische Variante von Fondue Chinoise. Frisches Gemüse und Pilze werden zusammen mit Tofu und Nudeln auf dem Tisch in einer Seetangbouillon gekocht. Sobald das Gemüse anzieht und wieder Platz im Topf ist, wird fein geschnittenes U.S. Rib-Eye Steak darin gegart. Würzige Saucen runden die Speise ab.

Wichtig: Zum Essen unbedingt Sake geniessen – und als Tipp würden wir mit einer Degustationsrunde beginnen, und dann den Lieblings-Sake zum Dinner wählen.

Bedienung
Fast ausschliesslich Japaner… sehr zuvorkommend, freundlich und authentisch. Passt.

Preis
Das 4-Gang Menu mit Apero Sake kostete CHF 90 und ist somit fair. Der Anstieg auf total CHF 261.00 für zwei Personen haben wir weiterem Sake zu verdanken.

Harrys Tipp
Authentischer Escape vom Alltag, am besten mit einem Glas Sake feiern und ein tolles Menu geniessen.

Adresse
Restaurant Bimi
Seefeldstrasse 25
8008 Zürich
Tel. 043 243 77 77
www.swissbimi.ch


Goethe Bar (NZZ). Wo Werther nicht zu leiden bräuchte.

8. November 2008

Setting
Wenn das kein Erfolg wird! Seit wenigen Wochen beherbergt das altehrwürdige NZZ Haus an der Falkenstrasse im Erdgeschoss, wo früher die Druckmaschinen standen, einen Gastronomiebetrieb.

Die Lokalität wurde in zwei verschiedene Einheiten separiert: Einen Restaurant- und einen Barbereich. Das Restaurant wurde Brasserie Schiller genannt, die Bar, quasi als Gegengewicht zu Schiller, Goethe Bar. Das ganze liegt super zentral zwischen Bellevue und dem Bahnhof Stadelhofen….an der Goethestrasse 10.

Auf eine  Goethe Bar hat Zürich schon lange gewartet. Die Bar, die an einem Samstagnachmittag mehr Wiener Kaffehaus als Bar ist, hat die besten Voraussetzungen zu einem Dreh- und Angelpunkt im Zürcher Stadtleben zu werden.bar-schiller-006g

Wir sitzen an einem Samstag um 13:30 Uhr in der Goethe Bar, trinken eine heisse Schoggi und essen einen Groque-Monsieur. Spannende und offensichtlich gutbetuchte Leute tun es uns gleich. Es herrscht Kaffehausstimmung. Viele kehren hier ein und machen eine Verschnaufpause vom samstäglichen Shoppingstress.

Karte
Viele kleine Speisen und eine wirklich grosse Getränkekarte.

Bedienung
Uff…sagen wir es so: Leider passen viele Mitarbeiter einfach nicht zu dem Stil, den die Goethe Bar pflegen möchte (bitte nehmt das nicht persönlich!). Aber dennoch: Man gibt sich Mühe. Mehr sei nicht gesagt.

Preis
Im oberen Segment, was man sich auf Grund der hervorragenden Lage denken kann. ABER: Man gibt das Geld nur schon wegen der in Zürich so selten zu findenden Kaffehausatmosphäre gerne aus. Wir hatten 2 x heissi Schoggi (10.40 Franken) und einen Corque-Monsieur (9.50 Franken) = 19.90 Franken

Harrys Tipp
Die beste Adresse an einem Samstagnachmittag um eine kurze Verschnaufpause einzulegen.

Randnotiz
Bei unserem Besuch haben wir die Goethe Bar als Kaffehaus erlebt. Wie es hier an einem Abend zu und her geht wissen wir nicht. Wir können es auf Grund der grossen Getränkekarte aber erahnen :-)

Adresse
Brasserie Schiller (Goethe Bar)
Goethestrasse 10
8001 Zürich
Tel. 044 222 20 30
www.brasserie-schiller.ch


Wo der Preis stimmt: Denners D-Vino

8. September 2008

Setting
Einmal mehr spielt die Szene im hippen Seefeldquartier. An prominenter Lage in unmittelbarer Nachbarschaft zur Szenenbeiz Toto’s und zum schon etwas gealterten Seefeld-Pionier Iroquois hat sich das D-Vino niedergelassen. Übrigens ist die Ähnlichkeit des D-Vino Logos mit jenem der Billig-Supermarkt-Kette Denner kein Zufall: Das D-Vino ist nämlich eine Denner-Weinbar.

Im Sommer bietet das D-Vino ein paar Sitzplätze draussen auf dem Trottoir. Hier lässt es sich dann mit einem feinen Glas Wein in der Hand ausgezeichnet die coole, an der Seefeldstrasse entlang spazierende Seefeld-Szene beobachten.

Drinnen ist die Denner-Weinbar modern durchgestylt und muss sich vor der hippen Seefeld-Konkurrenz nicht verstecken.

Karte
Weine. Rot, rosé und weiss. Wie es sich für eine Weinbar gehört. Dazu Tapas-Plättchen. Erwähnenswert ist der Umstand, dass sämtliche Weine dem Denner-Angebot entstammen. Das D-Vino eignet sich daher auch gut um die Weine erst zu degustieren und dann die Lieblingsflaschen im Denner kartonweise für den heimischen Weinkeller zu kaufen.

Bedienung
Selbstbedienung. Bestellt und bezahlt wird an der Bar. Tapas, die vorbereitet werden müssen, werden an den Tisch gebracht. Alles in allem speditiv und freundlich.

Preis
Die Preise sind absolut fair. Man bezahlt den normalen Denner-Flaschenpreis plus ein Zapfengeld von 30 Franken pro Flasch. Natürlich wird das dann auf den Deziliter, bzw. das Glas, heruntergerechnet. Zu zweit hatten wir 2 Gläser (2 dl.) des ausgezeichneten Sancerre Cuvée Prestige und je 1 Parmigiano-, bzw. Chorizo-Plättchen = 21.50 Franken

Harrys Tipp
In wenigen Worten: Tolle Weinbar, schönes Ambiente und super Preise. Ein erfreulicher Ort.

Adresse
D-Vino
Seefeldstrasse 113
8008 Zürich
Tel. 044 383 30 01
www.d-vino.ch


Tiffins – Asian Fastfood der guten Sorte

30. August 2008

Setting
Es reicht, sich die Adresse des Tiffins anzuschauen um Gewissheit zu haben, dass dieses asiatische Fastfood-Lokal zur Zürcher In-Szene gehört. Liegt ein Restaurant an der Seefeldstrasse, dann kann es nämlich gar nicht anders, als dazu zu gehören. Merken tut man das spätestens dann, wenn man im Restaurant sitzt, eine Wantan-Suppe schlürft und die anderen Besucher mustert. Das ist jetzt nicht negativ gemeint, ganz im Gegenteil! Es muss ja nicht immer alles was Fastfood ist, auch als Fastfood in der Gegenwart der typischen Fastfood-Klientel serviert werden.

Karte
Die Karte besteht hauptsächlich aus südostasiatisch Gerichten (Malaysia, Thailand, etc.). Nudeln, Suppen, Currys und Reis bestimmen das Angebot.

Bedienung
Nicht wahnsinnig aufmerksam, aber auch nicht ignorant. Nicht besonders freundlich, aber auch nicht unfreundlich. Zusammengefasst: Recht ordentlich.

Preis
Die Preise sind sehr fair und hinterlassen beim Bezahlen keinen bitteren Nachgeschmack. Hier kann man sich relativ günstig, genussvoll und in einer angenehmen Atmosphäre verköstigen. Wir hatten zu viert zwei Penang Nua Currys, ein Pad Thai Gai, einen Thai-Salat, drei Singha Bier, zwei Campari Orange, drei Gläser Weisswein und ein kleines Dessert = 138 Franken.

Harrys Tipp
Unbedingt mal hingehen. Am besten an einem Samstagabend vor dem Bar-, Kino-, oder was auch immer besuch. Reservierung ist übrigens nicht nötig. Wenn’s gerade keinen Platz hat, kann man die Wartezeit mit einem Drink an der Bar gut überbrücken.

Adresse
Tiffins
Seefeldstrasse 61
8008 Zürich
Tel. 044 382 18 88
www.tiffins.ch

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